Wildnisschule Waldkauz

Referenzen

Hier eine Auswahl bisheriger Kunden und Partner. Uns liegt die Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen am Herzen und wir freuen uns über Anfragen für neue Projekt im Bereich Bildung, Therapie und Lernbegleitung.

  • Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (www.hnee.de)
  • Berufsakademie der Hoffbauer Stiftung in Potsdam (www.hoffbauer-berufsakademie.de)
  • WWF Deutschland (www.wwf.de)
  • Sinn-Stiftung (www.sinn-stiftung.eu)
  • Jugendakademie evangelischer Johannesstift in Spandau (www.evangelisches-johannesstift.de)
  • NetzwerkSpielKultur e.V. (www.netzwerkspielkultur.de)
  • Alice-Salomon-Hochschule in Berlin (www.ash-berlin.eu)
  • Pankower Früchtchen gGmbH (www.pankowerfruechtchen.de)
  • Forstliches Bildungszentrum Karlsruhe
  • Artgerecht-Projekt
  • Ecolea private berufliche Schule in Stralsund

Wildnispädagogik

Die Wildnispädagogik vereint ein großes Bündel an Wissen und Traditionen, welches ihre Grundlage in der ursprünglichen Lebensweise von naturnahen Kulturen hat. Der Mensch hat die meiste Zeit seiner Existenz als Jäger und Sammler den Erdball bewohnt und war so ganz natürlich in die Rhythmen des Waldes eingebunden. Er wurde ganz direkt von der Natur versorgt und lebte in Gemeinschaft. Diese Lebensweise erforderte ein unglaublich großes Wissen über die Erde, die Überlebenstechniken und traditionelles Handwerk. Dazu gehören Fertigkeiten wie die Kunst des Fährtenlesens, die Sprache der Vögel, das Wissen um heilbare und essbare Pflanzen, Ökolgie und viele andere Techniken. Jede dieser Tätigkeiten schafft einen ganz direkten und sinnvollen Bezug zur Natur. In der Wildnispädagogik geht es darum, dieses alte Wissen in unseren modernen Alltag zu integrieren, um wieder einen bedeutsamen Kontakt mit der "Draußenwelt" zu ermöglichen.

Native Lifeway oder die ursprüngliche Lebensweise ist auch Teil der Wildnispädagogik. Es beinhaltet auch das Wissen um soziale Aspekte des Zusammenlebens. Was braucht eine Gemeinschaft um gut zusammenleben zu können? Eine authentische und herzliche Kommunikation ist zum Beispiel für einen Clan von großer Bedeutung. Durch die Interdependenz ist das Wohlbefinden aller wichtig für das gute Funktionieren einer Gruppe. Dazu ist es auch wichtig Konflikte nachhaltig zu lösen und Entscheidung auf Konsensbasis zu treffen.

Darüber hinaus geht es in der Wildnispädagogik auch um die Kunst des Mentorings. Es geht darum Lernen und Lehren auf ursprüngliche Art und Weise zu verstehen. Jäger- und Sammlerkulturen mussten gewährleisten, dass ihre Kinder das oben angesprochene große Bündel an Wissen und Erfahrungen lernten. Es war überlebenswichtig. Wie schafften das Kulturen ohne Schule, Noten und Zwang? Es gab eine unsichtbare Schule. Das war eine reiche und zum Mitmachen einladende enge Gemeinschaft voller Lehrer und Vorbilder, die Kinder und Jugendliche dazu einluden, aus Erfahrung zu lernen. Den Kindern wurde Lernen durch Mitmachen und Abschauen ermöglicht und sie wurden darin unterstützt ihre eigenen Interessen zu stärken und ihnen nach zu gehen. Auch bestand diese Kultur aus Geschichten, Ritualen, Gesängen und Spielen, die die Annahme hatt, dass Kinder Selbsterziehungsexperten sind, die selber Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Wir dagegen nehmen heute an, dass Lernen ein passiver Vorgang ist, bei dem jemand etwas von jemand anderem etwas beigebracht wird.

 

Team

Die Wildnisschule Waldkauz gibt es seit 2008 und erhielt durch eine spannende Waldbegegnung ihren Namen. Damals auf meinem Sitzplatz bat ich um einen Namen für die Wildnisschule. Nachdem ich mich 5 Jahre lang ganz dem Erforschen der Wildnisweisheit gewidmet hatte, war ich bereit mein Wissen mittels einer Wildnisschule weiterzugeben. Im Jahre 2017 habe ich Vogelexperte und Freund Ralph Müller gefragt, wofür der Waldkauz steht und was seine Eigenschaften und Qualitäten sind. Hier seine spannende Antwort.

Bastian Barucker,

ist ausgebildeter Überlebenstrainer, Wildnispädagoge und Wilderness Guide(Teaching Drum Outdoor School) und unterrichtet seit 2004 das Wissen der Wildnis. Nach seiner 3-jährigen intensiven Lehre zum Überlebenstrainer und Archäotechniker bei der Überlebensschule Tirol lebte er ein Jahr permanent in der Wildnis Nordamerikas in einem Clan, welcher von dem Ältesten Tamarack Song, im Zuge des Wilderness Guide Programs, begleitet wurde. Gemeinsam erlernten sie die "ursprüngliche Lebensweise". Seit 2005 bildet er sich bei Jon Young, Mark Morey, Paul Raphael und anderen Mentoren weiter. Dabei besuchte er mehrmals Seminare zum Thema Art of Mentoring, Inner Tracking, Vogelsprache, Spurenlesen, Cultural Mentoring, Peacemaking und andere. Im Jahre 2009 kehrte er zur Teaching Drum Outdoor School zurück, um weitere 6 Monde in der Wildnis zu leben und seine Fähigkeiten zu trainieren. Dabei begleitete er unter anderem Menschen dabei, einen Mond lang in der Wildnis zu leben. Von 2011 bis 2014 absolvierte er eine intensive Ausbildung  in Gefühls- und Körperarbeit bei Willi Maurer und Mareia Claudia Lange. Seit 2015 leitet er Gruppen in Gefühls- und Körperarbeit mit Willi Maurer zusammen. Er war außerdem Lehrbeauftragter an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin, der Fachhochschule Clara Hoffbauer in Potsdam und der privaten Berufsschule ecolea und arbeitete in Kindergärten, Schulen und Stiftungen. Seit 2012 ist er regelmäßig freier Mitarbeiter in der Bildungsabteilung des WWF Deutschland.

www.bastian-barucker.de

 

Kooperationen mit

Dado Jade

Ursprünglich gelehrter Handwerker führte ihn die Suche nach "mehr" über diverse soziale Projekte in ein langjähriges Engagement bei Greenpeace und damit zur Natur und in die innere und äußere "Wildheit". Im Jahre 2010 wurde er Papa und Hüter einer Tochter. Er ist zertifizierter Wildnispädagoge und Wilderness Guide der Teaching Drum Outdoor School, in dessen Rahmen er wiederholt im Clan lange Zeiträume in den Wäldern Nordamerikas lebte und unterrichtet wurde. Zuletzt im "Guardian Intensive Training". Mittlerweile ist er seit vielen Jahren im Bereich Kinder-, Erwachsenen- und Familienbegleitung bei Naturverbindungs-Prozessen und Gemeinschaftsbildung tätig. Er ist geprüft und zertifiziert in Spuren und Zeichen "Level 3" von Cybertracker international nach Louis Liebenberg und Mitarbeiter bei der Wildnisschule Wildnswissen.

Seine hauptaufgabe liegt im ursprünglichen und verbundenen Leben und Handwerken

Annika Mersmann, 

Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (FH), Wildnispädagogin, Fortbildungen bei Jon Young.  Soziales Training mit delinquenten Jugendlichen, Spricht Englisch, Spanisch, Französisch, Liebe für Verbindendes wie Musik / Lieder, Geschichten, Spiele, Friedensstiften.

 

Naturverbindung

„Naturschutz wird schon in der Schule gepredigt. Er bleibt Theorie, wenn die Lehrer ihre wichtigsten Komplizen vor der Schultür vergessen: Bäume und Vögel, Käfer und Blumen, Wasser, Matsch und Erde.“ (Dr. Andreas Weber)

Unter Naturverbindung verstehen wir ein alle Sinne umfassendes In-Beziehung-Treten mit der natürlichen Umwelt. Im Gegensatz zu konservativer Umweltbildung geht es uns also hauptsächlich darum, dass Natur erfahren wird ohne einen Bildungsauftrag leisten zu wollen. Das Ziel ist nicht Wissen anzuhäufen, sondern wie auch in menschlichen Beziehungen, gemeinsam, bedeutsame und lebendige Erfahrungen zu machen. Durch Sinnesschulung unterstützen wir andere dabei, die Natur immer bewußter zu erfahren und auch Nuancen, leise Geräuche und feinste Spuren wahrzunehmen. Durch immer mehr dieser intensiven Naturerfahrungen stärkt sich Stück für Stück die Beziehung zur Natur. Natürlicherweise entsteht durch diese tief gefühlte Verbundenheit eine Einstellung des Hüthens und Erhaltens in der Natur.

Mithilfe von wiederkehrenden Übungen und sogenannten Routinen kann die Beziehung und Verbundenheit zur Natur wachsen. Die Bushmmänner und Frauen der Kalahari beschreiben diese Verbindung zur Welt als Seile (Ropes to God). Sie nehmen an, dass wir Seile zu allen Elementen der Schöpfung haben und dass es wichtig ist, dass diese nicht nur kleine und dünne Fäden sind, sondern starke Seile, die uns Halt geben. Um diese Fäden zu Seilen werden zu lassen braucht es eben das regelmäßige Erfahren von Natur durch Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsübungen, Spiele und vieles mehr. Stück für Stück werden die Fäden zu Schüren und bald zu Seilen und eine starke und tief gefühle Verbundenheit kann entstehen. Natürlich häuft sich über die Zeit auch ein großer Schatz an faktischem Wissen über die Natur an, aber dieser ist eher eine Nebenwirkung. Eine sehr hilfreiche natürlich.

 

„Je mehr Sinne beim Lernen beteiligt sind, desto besser prägt sich einem Kind die neue Erkenntnis ein. Das beste Spielmaterial bietet dabei die Natur. Wenn Kinder zum Beispiel mit Blättern spielen, tun sie das mit mehreren Sinnen gleichzeitig. Sie nehmen den harzigen Geruch wahr, fühlen die Blattadern, unterscheiden verschiedene Farbtöne, verändern die Form des Blattes durch Zerrupfen oder Falten. Kinder lernen also durch unmittelbares Erleben.“ (Gerald Hüther)

 

Weiterbildung ab 2018

Geschichten erzählen - Storytelling

2017  Wildnisschule Waldkauz - Wildnispädagogik, Mentoring und Naturverbindung   globbers joomla templates