Wildnisschule Waldkauz

Vogelsprache

Ein Teil der Sprache des Waldes ist die Kommunikation der Vögel. Ihre verschiedenen Rufe und Bewegungen oder das Verstummen ihres Gesanges passieren nicht zufällig, sondern dienen einem Zweck. Ihre Kommuikation funktioniert sowohl innerartlich als auch als Alarmsystem für viele Arten von Tieren. Viele Leuten ist bei ihren Waldbesuchen nicht bewusst, dass sie permanent Kommunikation erleben und dass sie in der Lage wären, diese Sprache zu verstehen. Als Jäger und Sammler war es früher natürlich ganz normal diese Sprache zu beherrschen, d.h. sie zu verstehen und vielleicht auch nutzen zu können. Durch das Imitieren der einzelnen Rufe ist natürlich auch eine aktive Kommuniakation möglich.

Der Beginn dieser Lernreise beginnt mit der Fähigkeit zuzuhören. Dieses aktive Zuhören braucht eine innere Ruhe und auch eine gewisse Geduld. Hierfür lohnt es sich, einen Sitzplatz zu finden und diesen so regelmäßig wie möglich zu besuchen. Ein Sitzplatz ist ein Ort in der Natur (Wald, Wiese oder Park), der sich stimmig anfühlt und die Möglichkeit gibt, die Natut zu erfahren. Das kann in einem Wald sein, aber auch ein Balkon oder eine Parkbank erfüllen diesen Zweck hervorragend. Wichtig ist es diesen Platz aufzusuchen, sich zu entspannen und dort mindestens 30 Minuten still zu sitzen und präsent zu sein. Oft kommen erst nach 15-20 Minuten die Tiere wieder, die wir durch unser Ankommen verschreckt haben.

So langsam eröffnen sich die verschiedenen Rufe der einzelnen Arten und nach einer weiteren Zeit des Beobachtens und Lauschens auch die einzelnen Rufe einer Art. Wie klingt ein Zaunkönig und wie die Kohlmeise? Am besten ist es mit 2 oder 3 ganz einfachen Gesängen verschiedener Vögel anzufangen, bis man in der Lage ist, diese auseinanderzuhalten. Nach einer Weile wist du durch den Wald gehen und während du vielleicht ein Gespräch führst, wirst du hören, welche Vögel in deiner Nähe sind.

Natürlich geht es noch weiter. Nach einiger Zeit wirst du Gesang, Bettelruf, Kontaktruf, Alarm, innerartliche Aggression der verschiedenen Vögel unterscheiden können und so nicht nur wissen, wer dort im Gebüsch etwas sagt, sondern auch was er oder sie erzählt. Damit beginnst du Dinge vorher zu wissen, bevor sie sichtbar sind. Das Herannahen eines Greifvogels zum Beispiel wirst du bald früher hören, als du es sehen kannst.

Eine weitere Nebenerscheinung, die nicht zu verachten ist, ist die Fähigkeit immer subtilere Geräusche wahrzunehmen. Natürlich hört diese Fähigkeit nicht im Wald auf, sondern du wirst generell ein besserer Zuhörer werden und auch Körpersprache und andere Dinge wahrnehmen und verstehen können.

Also los jetzt suche dir deinen Sitzplatz und höre zu.

Weiterbildung ab 2018

Geschichten erzählen - Storytelling

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